Backe, backe Kuchen

Backe, backe Kuchen,

der Bäcker hat gerufen!

Wer will guten Kuchen backen,

der muss haben sieben Sachen:
 

Eier und Schmalz,

Zucker und Salz,

Milch und Mehl,

Safran macht den Kuchen gehl!

Schieb, schieb in den Ofen rein!

 

Kuchen, back, back! Kuchen, back, back!

Das Märchen vom Zauberbäcker und dem magischen Kuchen

Es war einmal ein kleines Dorf, das am Rande eines verwunschenen Waldes lag. In diesem Dorf lebte ein fröhlicher Bäcker namens Hugo. Hugo war bekannt für seine köstlichen Kuchen, die er in seiner kleinen, gemütlichen Bäckerei backte. Eines Tages, während Hugo in seiner Bäckerei arbeitete, rief er laut: „Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen! Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen: Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, und Safran macht den Kuchen gehl. Schieb, schieb in den Ofen rein!“ Die Kinder im Dorf hörten Hugos Ruf und rannten schnell in die Bäckerei, um mitzumachen. 

Als Hugo die Zutaten zusammenmischte, geschah etwas Magisches. Der Safran, den Hugo in den Teig gab, war kein gewöhnlicher Safran – er war ein Geschenk von der alten Zauberin, die tief im verwunschenen Wald lebte. Der Safran glitzerte und leuchtete in allen Regenbogenfarben. 

Hugo schob den Kuchen in den Ofen und die Kinder warteten gespannt. Schon bald erfüllte ein wunderbarer Duft die Luft, und als Hugo den Kuchen aus dem Ofen holte, strahlte er in einem goldenen Glanz. Der magische Kuchen hatte eine besondere Eigenschaft: Jeder, der ein Stück davon aß, fühlte sich sofort fröhlich und voller Energie. 

Die Nachricht vom magischen Kuchen verbreitete sich schnell im ganzen Dorf und auch in den umliegenden Städten. Menschen von überall her kamen, um ein Stück von Hugos Kuchen zu probieren. Die Bäckerei wurde zu einem Ort der Freude und des Lachens. 

Eines Tages besuchte die alte Zauberin Hugo in seiner Bäckerei. „Hugo“, sagte sie, „du hast den Menschen in deinem Dorf so viel Freude gebracht. Ich möchte dir ein Geschenk machen.“ Sie überreichte Hugo einen goldenen Löffel. „Mit diesem Löffel kannst du immer den magischen Kuchen backen, solange du die sieben Zutaten benutzt und ihn mit Liebe machst.“ 

Von diesem Tag an backte Hugo jeden Tag seinen magischen Kuchen und zauberte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Und so lebten Hugo und die Bewohner des Dorfes glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. 

 

Unterrichtsentwurf - Thema Backe backe Kuchen 

Thema: „Backe, backe Kuchen“ – Märchen, Noten und Rhythmus 

Zielgruppe: Grundschüler (Klassen 1-4) 

Dauer: 45 Minuten

Unterrichtsziele:

Die Schüler lernen das traditionelle Kinderlied „Backe, backe Kuchen“ und seine musikalische Notation (Noten) kennen.

Die Schüler schauen und verstehen das Märchen vom Zauberbäcker Hugo über ein Video.

Die Schüler lernen die „sieben Sachen“ (Zutaten) für einen Kuchen kennen und können sie benennen.

Materialien:

Computer/Beamer und Internetverbindung für das Märchen-Video (YouTube: https://youtu.be/iX2VAtlqNGg).

Liedtext und Notenblatt zu „Backe, backe Kuchen“ (als Kopie zum Verteilen oder an der Tafel zum Abschreiben).

Tafel und Kreide/Marker.

Ablauf der Unterrichtsstunde

1. Einstieg (5 Minuten):

Begrüßung der Schülerinnen und Schüler.

Kurze Einführung in das Thema der Stunde: Das traditionelle Kinderlied „Backe, backe Kuchen“.

Frage an die Klasse: „Wer hat schon einmal zu Hause einen Kuchen gebacken? Was glaubt ihr, welche Zutaten man unbedingt braucht?“ Sammeln erster Ideen.

2. Märchen-Video ansehen (10 Minuten):

Gemeinsames Anschauen des Videos über das Märchen vom Zauberbäcker Hugo und seinem magischen Kuchen (https://youtu.be/iX2VAtlqNGg).

Kurzes Besprechen der Handlung: Wer war Hugo? Warum kamen alle Kinder zu ihm? Was war das Geheimnis (die Magie) seines Kuchens?

3. Die 7 Zutaten erarbeiten (10 Minuten):

Frage an die Kinder: „Welche 'sieben Sachen' hat der Bäcker Hugo in seinen Teig gemischt?“

Anschreiben der Zutaten an die Tafel: Eier, Schmalz, Zucker, Salz, Milch, Mehl, Safran.

Kurze Erklärung schwieriger Begriffe: Was ist Schmalz? Warum sagt man, Safran macht den Kuchen „gehl“ (gelb)?

4. Liedtext und Noten (15 Minuten):

Austeilen des Notenblattes und des Liedtextes an die Schüler. (Alternativ: Die Schüler schreiben den Text konzentriert von der Tafel in ihr Heft ab).

Gemeinsames Lesen des Textes im Takt.

Anschließendes gemeinsames Singen des Liedes zur Melodie. Die Schüler können dabei den Rhythmus der Zutaten (Ei-er, Zu-cker, etc.) mitklatschen.

5. Abschluss und Reflexion (5 Minuten):

Zusammenfassung der Stunde: Die 7 Zutaten werden noch einmal gemeinsam aufgezählt.

Gemeinsames, fröhliches Abschluss-Singen von „Backe, backe Kuchen, Kuchen back back!“.

Verabschiedung.

 

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Bruder Jakob

Liedtext: Bruder Jakob (Die 4 Sprachen aus dem Video) und dann geht weiter...(Lehrkraft spielt auf Piano / Melodika etc.)

Deutsch Bruder Jakob, Bruder Jakob, Schläfst du noch? Schläfst du noch? |: Hörst du nicht die Glocken? :| Ding dang dong, ding dang dong.

Französisch Frère Jacques, Frère Jacques Dormez-vous, dormez-vous? |: Sonnez les matines, :| Ding ding dong, ding ding dong.

Englisch Are you sleeping, are you sleeping, Brother John, brother John, |: Morning Bells are ringing, :| Ding ding dong, ding ding dong.

Spanisch Martinillo, martinillo Donde esta, donde esta |: Toca la campana, :| Din, don, dan, din, don, dan.

Türkisch Yakup usta, Yakup usta, haydi kalk, haydi kalk? Saatine bir bak, saatine bir bak. Bim, bam, bom…

Ukrainisch Братец Яков, Братец Яков, ты не спишь, ты не спишь? Слышишь колокольчик? Слышишь колокольчик? Дин, дан, дон… (Aussprachehilfe: Bratjetz Jakow, bratjetz Jakow, ty ne spisch, ty ne spisch? Slischisch kolokol'tschik? Slischisch kolokol'tschik? Din, dan, don ...)

Polnisch Panie Janie! Panie Janie! Rano wstan! Rano wstan! |: Wszystkie dzwony bija :| Bim, bam, bum, bim, bam, bum.

Italienisch Frà Martino, campanaro dormi tu? dormi tu? |: Suona le campane! :| Din don dan, din don dan.

Albanisch Arbër vlla-e, Arbër vlla-e A po flen, a po flen? |: Kumbona ka ra-e :| |: Ding dang dong :|

Rumänisch Frate Ioane, Frate Ioane Oare dormi tu, oare dormi tu? |: Suna clopotelul :| Ding dang dong, ding dang dong.

Serbisch Bratec Martin, bratec Martin, kaj josh spish, kaj josh spish, |: vech ti vura tuche :| |: bim-bam-bom :|

Ungarisch János bácsi, János bácsi Keljen fel, keljen fel |: Szólnak a harangok :| Bim, bam, bom, bim, bam, bom.

Bulgarisch Братко Джон, братко Джон, спиш ли ти, спиш ли ти? Камбаните звънят, камбаните звънят, дин, дан, дон, дин, дан, дон. (Aussprachehilfe: Bratko Dzhon, bratko Dzhon, spisch li ti, spisch li ti? Kambanite swanjat, kambanite swanjat, din, dan, don, din, dan, don.)

Hinweis: Volkslied aus Frankreich (1870)

Das Märchen vom singenden Uhrmacher und der Melodie der Freude

Es war einmal ein kleines Städtchen namens Klangheim, das zwischen sanften Hügeln und alten Lindenbäumen lag. In diesem Städtchen lebte ein freundlicher Uhrmacher namens Jakob. Doch Jakob war kein gewöhnlicher Uhrmacher – er verstand die Sprache der Uhren. Jede Uhr, die er reparierte, bekam einen warmen, hellen Klang, als würde sie ein kleines Lied in sich tragen.

Jeden Morgen, wenn die Sonne über die Dächer kroch, stieg Jakob auf den kleinen Turm seines Hauses und rief: „Bruder Jakob, Bruder Jakob, Schläfst du noch? Schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken? Hörst du nicht die Glocken? Ding, dang, dong! Ding, dang, dong!“

Dieser Ruf war nicht nur ein Lied – er war ein Weckzauber. Die Menschen im Städtchen lächelten, die Blumen öffneten ihre Blüten, und sogar die Vögel stimmten fröhlich mit ein.

Eines Tages jedoch geschah etwas Besonderes. Eine reisende Musikerin namens Lira kam nach Klangheim. Sie trug einen silbernen Mantel, und auf ihrem Rücken hing eine kleine, geheimnisvolle Spieluhr. Als sie Jakobs Laden betrat, lächelte sie und sagte: „Jakob, ich habe gehört, dass du die Uhren zum Singen bringst. Ich möchte dir etwas schenken.“

Sie öffnete die Spieluhr. Ein sanftes, goldenes Licht erfüllte den Raum. „Diese Spieluhr“, sagte Lira, „trägt die Melodie der Welt in sich. Wenn du sie aufziehst, singt sie in vielen Sprachen. Sie gehört dir.“

Jakob war begeistert. Er stellte die Spieluhr in sein Schaufenster, und bald kamen Kinder aus aller Welt, um mitzusingen. Die Spieluhr drehte sich sanft, und jedes Mal erklang das Lied in einer anderen Sprache:

Zuerst sang sie auf Deutsch: „Bruder Jakob, Bruder Jakob…“

Dann wechselte sie ins Französische: „Frère Jacques, Frère Jacques…“

Kurz darauf erklang die Melodie auf Englisch: „Are you sleeping, are you sleeping…“

Die Spieluhr drehte sich weiter und sang auf Spanisch: „Martinillo, martinillo…“

Danach ertönte das Lied auf Türkisch: „Yakup usta, Yakup usta…“

Die Kinder klatschten, als die Spieluhr auf Polnisch weitersang: „Panie Janie, Panie Janie…“

Und schließlich, als besonderes Geschenk, erklang die Melodie auf Italienisch: „Fra Martino, campanaro…“

Die Kinder lachten, sangen mit und staunten darüber, wie ein einziges Lied so viele Sprachen miteinander verbinden konnte. Je mehr Stimmen sich anschlossen, desto heller begann die große Turmuhr von Klangheim zu leuchten. Es war, als würde das ganze Städtchen im gleichen Rhythmus atmen.

Am Abend kehrte Lira zurück und sagte: „Jakob, du hast aus einem einfachen Lied ein Wunder gemacht. Du hast Menschen zusammengebracht. Deshalb schenke ich dir den Schlüssel zur Melodie der Freude.“ Sie überreichte ihm einen kleinen, goldenen Schlüssel, der wie eine winzige Note geformt war. „Solange du singst und andere zum Mitsingen einlädst, wird Klangheim niemals verstummen.“

Von diesem Tag an erklang jeden Morgen und jeden Abend die Melodie von „Bruder Jakob“ in vielen Sprachen über die Dächer des Städtchens. Und die Menschen von Klangheim lebten fröhlich, verbunden und voller Musik – bis ans Ende ihrer Tage. Und wenn du eines Tages durch ein kleines Städtchen wanderst und eine Uhr hörst, die „Ding, dang, dong“ singt, dann weißt du vielleicht: Du bist in Klangheim angekommen.



 

Unterrichtsentwurf - Thema Bruder Jakop

Fach: Musik (fächerübergreifend mit Sachunterricht und DaZ) 

Thema: „Bruder Jakob“ – Ein Lied reist um die Welt (Mehrsprachigkeit, Rhythmus & Kulturen) 

Zielgruppe: Klassen 1 - 4 

Dauer: 45 Minuten

Unterrichtsziele:

Die Schülerinnen und Schüler lernen das traditionelle Kinderlied „Bruder Jakob“ durch ein Musikvideo in vier verschiedenen Sprachen kennen (Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch).

Interkulturelle Kompetenz: Sie lernen verschiedene Länder und deren Nationalflaggen (Deutschland, USA, England, Frankreich, Spanien, Italien, Türkei, Polen, Rumänien, Serbien und Bulgarien) kennen und ordnen diese den jeweiligen Sprachen und Kulturen zu.

Toleranz & Weltbürgertum: Sie entwickeln Respekt, Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderen Nationalitäten und erkennen, dass Musik eine universelle Sprache ist, die alle Menschen auf der ganzen Welt verbindet.

Sie erfahren durch das musikalische Märchen, wie Musik und Sprachen eine Gemeinschaft stärken.

Sie singen das Lied gemeinsam und begleiten es rhythmisch mit passenden Instrumenten.

Materialien:

Märchentext: „Das Märchen vom singenden Uhrmacher und der Melodie der Freude“.

Medien: Musikvideo „Bruder Jakob (Frère Jacques) - Kinderlieder zum Mitsingen!“.

Bildkarten/Ausdrucke der Nationalflaggen (Deutschland, USA, England, Frankreich, Spanien, Italien, Türkei, Polen, Rumänien, Serbien, Bulgarien).

Liedtext-Blätter in den vier Sprachen des Videos.

Glockenspiele oder Metallophone (mit den Tönen F und C) für die musikalische Begleitung.

Ablauf der Unterrichtsstunde

Einstieg und Flaggen-Puzzle (10 Minuten):

Begrüßung der Klasse.

Die Lehrkraft verteilt die verschiedenen Flaggen (Deutschland, USA, England, Frankreich, Spanien, Italien, Türkei, Polen, Rumänien, Serbien, Bulgarien) im Sitzkreis oder hängt sie ungeordnet an die Tafel.

Die Schülerinnen und Schüler dürfen raten, zu welchen Ländern die Flaggen gehören.

Vorwissen aktivieren: „Welches bekannte Kinderlied hat mit Schlafen und Glockenläuten zu tun und wird in all diesen tollen Ländern gesungen?“

Märchenzeit & Weltenbummler (10 Minuten):

Vorlesen des Märchens über das kleine Städtchen Klangheim und den Uhrmacher Jakob.

Immer wenn im Märchen eine neue Sprache der magischen Spieluhr erwähnt wird (z. B. Französisch, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Italienisch), zeigt ein Kind auf die passende Flagge an der Tafel.

Die Lehrkraft betont: „Egal, aus welchem Land wir kommen, wie unsere Flagge aussieht oder welche Sprache wir sprechen – wenn wir gemeinsam singen, verstehen wir uns alle und zeigen Respekt füreinander.“

Video ansehen und Mehrsprachig Singen (10 Minuten):

Gemeinsames Anhören und Ansehen des Musikvideos „Bruder Jakob / Frère Jacques“.

Austeilen der Liedtexte an die Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsames Einüben der vier Strophen aus dem Video (Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch). Besonderer Fokus auf die Melodie und den Spaß am Ausprobieren fremder Wörter.

Musikalische Begleitung und Kanon (10 Minuten):

Austeilen von Glockenspielen oder Metallophonen.

Die Kinder improvisieren mit den Tönen des Borduns (F und C) und wechseln zwischen Viertel- und halben Noten, um den Glockenklang musikalisch zu imitieren.

Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt, um das Lied spielerisch als einfachen Kanon zu singen.

Abschluss und Reflexion (5 Minuten):

Reflexion im Kreis: „Welche Flagge und welche Sprache hat euch heute am meisten fasziniert? Warum ist es wichtig, andere Länder zu respektieren?“

Wie im Märchen singt die Klasse das Lied zum Abschluss gemeinsam in einem bunten Sprachen-Mix, bei dem jede Gruppe eine andere Sprache wählt.

Verabschiedung

 

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Entdecke die Welt der Carl Orff-Instrumente

Im Musikunterricht spielen Carl Orff-Instrumente eine zentrale Rolle, da sie Schülern einen direkten und spielerischen Zugang zur Welt der Klänge ermöglichen. Diese Instrumente sind so konzipiert, dass sie ohne jahrelange Übung bedient werden können, was sie ideal für die pädagogische Arbeit macht.

Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Instrumente, unterteilt nach ihrem Material und ihrer Spielweise:

1. Stabspiele (Melodieinstrumente)
Diese Instrumente sind das Herzstück des Orff-Schulwerks. Sie bestehen aus abgestimmten Klangstäben:

Glockenspiel: Besteht aus Metall. Es wird durch das Anschlagen mit Schlägeln gespielt und erzeugt einen hellen, glockenähnlichen Ton.

Xylophon: Besteht aus Holz. Die Tonerzeugung erfolgt ebenfalls durch das Anschlagen mit Schlägeln, wobei der Klang hölzern und kurz ist.

2. Rhythmus- und Perkussionsinstrumente
Diese Gruppe hilft dabei, das Taktgefühl und die Koordination zu fördern:

Handtrommel: Besteht aus Holz und Fell. Sie wird durch das Anschlagen mit der Hand oder einem Schlägel zum Klingen gebracht.

Bongos: Bestehen aus Holz und Fell. Man spielt sie, indem man sie mit den Händen schlägt.

Holzblöcke: Bestehen aus Holz. Der Ton entsteht durch das Anschlagen mit einem Schlägel.

Klanghölzer (Claves): Bestehen aus Holz. Sie werden gegeneinander geschlagen.

3. Effekt- und Schüttelinstrumente
Diese Instrumente bringen besondere Klangfarben in die Musik:

Maracas (Rasseln): Gefertigt aus Holz, Kunststoff oder Leder. Der Ton wird einfach durch Schütteln erzeugt.

Cabasa: Besteht aus Metall und Holz. Sie wird durch Drehen oder Schütteln gespielt.

Schellenband: Besteht aus Metall und Leder. Es klingt durch Schütteln oder Körperbewegung.

Regenmacher: Besteht meist aus Kaktus oder Naturmaterialien. Der Klang entsteht durch das Umdrehen oder Kippen des Stabes.

4. Metall-Perkussion
Cowbell (Kuhglocke): Besteht aus Metall. Man spielt sie durch Anschlagen mit einem Holzschlägel.

Zimbeln & Handglocken: Bestehen aus Metall. Sie werden durch Aneinanderschlagen oder Schütteln aktiviert.

Wichtiger Hinweis: Instrumente wie die Gitarre (Saiteninstrument) oder die Klarinette (Blasinstrument) sowie Piano gehören nicht zum klassischen Set der Carl Orff-Instrumente, können aber natürlich ergänzend im Unterricht eingesetzt werden.

Das Märchen vom tanzenden Rhythmus und den Zauberstäben der Freude

Es war einmal ein junger Mann namens Carl Orff. Er lebte in einer Stadt namens München und hatte eine wunderbare Idee: Musik sollte nicht nur für Erwachsene sein, sondern ein fröhliches Spiel für alle Kinder. Er fand, dass die Musik in den Schulen oft zu streng war und wollte sie wieder lebendig machen.

Eines Tages, im Jahr 1923, traf er eine kluge Frau namens Dorothee Günther. Sie war eine Künstlerin, die das Tanzen liebte und von einer Schule träumte, in der Kinder ihren ganzen Körper frei bewegen konnten. Carl und Dorothee verstanden sich sofort und gründeten gemeinsam in München die Güntherschule.

Carl glaubte fest daran: „Am Anfang war die Trommel“. Er wollte, dass die Kinder die Musik mit ihrem ganzen Körper spüren. In ihrer Schule begannen sie nicht mit schweren Noten, sondern mit ganz natürlichen Dingen:

Klatschen, Schnalzen und Stampfen: So wurde der Rhythmus Teil des eigenen Körpers.

Die hölzernen Zauberstäbe: Er erfand Xylophone aus Holz, die klangen, als würde man auf magische Äste klopfen.

Die glitzernden Metalle: Er brachte Glockenspiele in die Klasse, die wie helle Sterne klangen.

Uralte Klänge: Sie suchten nach einfachen Instrumenten, wie sie schon die Steinzeitmenschen benutzten, und bauten eigene Rasseln aus Muscheln, Steinen und Holz.

Carl nannte das „Elementare Musik“. In der Schule tanzten die Kinder wie ein „Frühlingssturm“. Es war eine völlig neue Art zu lernen, bei der Musik, Sprache und Bewegung eins wurden. Dorothee und Carl zeigten der Welt, dass man kein großer Professor sein muss, um Musik zu machen – man braucht nur Fantasie und Freude.

Diese wunderbare Geschichte verbreitete sich von München aus in die ganze Welt. Damit diese Freude niemals vergessen wird, gibt es heute das berühmte Orff-Institut, das sein Werk weiterführt. Wenn heute Kinder auf der ganzen Erde auf einem Xylophon spielen oder eine Trommel schlagen, dann feiern sie das magische Erbe von Carl und Dorothee weiter.

Unterrichtsentwurf - Thema Carl Orff

Fach: Musik 

Thema: „Die Welt von Carl Orff“ – Elementare Musik, Rhythmus und Instrumente 

Zielgruppe: Klassen 1 - 4 

Dauer: 90 Minuten (Doppelstunde)

Unterrichtsziele:

Die Schüler lernen das Leben von Carl Orff und die Entstehung des Orff-Schulwerks kennen.

Die Schüler experimentieren aktiv mit Orff-Instrumenten (Xylophon, Trommeln, Triangel etc.).

Die Schüler verstehen und praktizieren Rhythmus im 2/4- und 4/4-Takt durch Body Percussion.

Die Schüler wenden das Prinzip des Ostinato (Wiederholung) praktisch an.

1. Einleitung: Die Geschichte (15 Min.)

Erzählung: „Das Märchen vom tanzenden Rhythmus und den Zauberstäben der Freude“.

Vorstellung von Carl Orff (1895–1982) und seiner Partnerin Dorothee Günther.

Thema: Die Gründung der Güntherschule in München (1923) und die Idee, dass Musik, Tanz und Sprache eine Einheit bilden („Elementare Musik“).

Motto: „Am Anfang war die Trommel“.

2. Musik erleben: Video-Zeit (15 Min.)

Anschauen von zwei Videos zur Veranschaulichung:

Video 1: Orff-Schulwerk. Ein modernes Beispiel für Kinder, wie die Orff-Methode heute spielerisch umgesetzt wird.

3. Instrumentenkunde & Rätsel (20 Min.)

Vorstellung des Orff-Instrumentariums nach Material und Klang:

Stabspiele: Xylophon (Holz), Metallophon, Glockenspiel (Metall).

Rhythmusinstrumente: Handtrommel, Bongos, Triangel, Maracas, Kastagnetten, Becken und Schellenband.

Aktivität: Die Kinder lösen ein Suchsel (Worträtsel), um die Namen der Instrumente spielerisch zu festigen.

4. Rhythmus-Schule: Takt & Körper (15 Min.)

Einführung in das Taktgefühl ohne Instrumente:

Body Percussion: Übungen im 2/4- und 4/4-Takt durch Klatschen, Stampfen und Schnalzen.

Ostinato: Einüben eines einfachen, sich ständig wiederholenden Begleitmusters.

5. Praxis: Das Orff-Orchester (20 Min.)

Die Kinder werden selbst zu Musikern:

Erprobung: Die Schüler dürfen die Instrumente unter Anleitung der Lehrkraft ausprobieren.

Gemeinsames Spiel: Einteilung in Gruppen. Während eine Gruppe den Takt trommelt, spielt eine andere Akzente auf den Glockenspielen oder Xylophonen.

6. Abschluss (5 Min.)

Reflexion: Welches Instrument hat dir am besten gefallen?

Ausblick: Hinweis auf das Orff-Institut, das heute als Teil des Mozarteums die Ideen von Carl Orff weltweit verbreitet.

Materialien:

Bilder von Carl Orff und Dorothee Günther.

Instrumente (Xylophon, Trommeln, Maracas etc.).

Video: André Rieu – O Fortuna. Wir erleben die gewaltige Kraft der Carmina Burana.

Suchsel-Arbeitsblatt „Orff-Instrumente“.



 

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